
Der chinesische Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Fei Yin gilt als einer der Experten seines Landes in den Bereichen des Delikts- und Eigentumsrechts. Ab September wird er für ein Jahr zu Gast am European Legal Studies Institute sein.
Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat dem Rechtswissenschaftler für diesen Aufenthalt auf Vorschlag von Prof. Christian von Bar, dem geschäftsführenden Direktor des ELSI, eines der begehrten Bundeskanzler-Stipendien verliehen.
Prof. Yin lehrt zurzeit an der renommierten Renmin University in Beijing und hat bereits an den Entwürfen für das neue chinesische Sachenrechtsgesetz (die Grundlage des modernen chinesischen Eigentumsrechts) mitgearbeitet. Es gehört zu den Rechtstexten, welche die enorme wirtschaftliche Entwicklung Chinas möglich gemacht haben. Professor Yins rechtswissenschaftliche Publikationen haben in China und über seine Grenzen hinaus erhebliche Beachtung gefunden. Der Gastwissenschaftler, der sich derzeit vor allem mit dem außervertraglichen Haftungsrecht beschäftigt, gehört zu den großen Nachwuchstalenten seines Landes.
Am ELSI wird er sich mit den Konzepten für eine inhaltliche und systematische Erneuerung des europäischen Deliktsrechts befassen.
Die Bundeskanzler-Stipendien sind für künftige Führungskräfte in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft der USA, der Russischen Föderation sowie der Volksrepublik China vorgesehen. Das Programm, das unter der Schirmherrschaft der deutschen Bundeskanzlerin steht, soll die Beziehungen zwischen künftigen Entscheidungsträgern dieser Staaten und der Bundesrepublik Deutschland vertiefen helfen. Es werden jährlich höchstens zehn dieser hoch angesehenen Stipendien vergeben.
Das European Legal Studies Institute freut sich bekanntzugeben, dass Universitätsprofessor Dr. Fryderyk Zoll am 1. Oktober 2010 eine Mercator Professur am hiesigen Institut
antritt. Professor Zoll wurde 1970 geboren und ist momentan noch Inhaber eines Lehrstuhls an der Kozminski Universität Warschau und Mitglied eines sehr angesehenen Lehrstuhls für Zivilrecht an der Jagiellonen-Universität Krakau, deren Rechtsfakultät in Polen als führend gilt. Zoll ist u.a. Direktor des Zentrums für Bankrecht der Jagiellonen-Universität und Leiter des Zentrums für ausländische Rechtsschulen. Er ist in nur kurzer Zeit international als einer der herausragenden Wissenschaftler im Bereich der Rechtsvergleichung und der Europäisierung und Internationalisierung des Privat- und Wirtschaftsrechts hervorgetreten.
Ein großer Teil der internationalen Wirkung Zolls ist auf seine sehr zahlreichen Gastvorlesungen und Vorträge in vielen Teilen der Welt zurückzuführen, unter anderem häufig in den USA (u.a. Columbia Law School, Harvard, Pittsburgh, New Orleans), an Universitäten der meisten Länder Europas, einschließlich vieler Länder Mittel- und Osteuropas, aber auch etwa in Indien und Südafrika. Er ist mehrfach als Experte zu Hearings nationaler Parlamente und des Europäischen Parlaments eingeladen worden.
Professor Zoll hat außer in Polen auch in Österreich und Deutschland studiert, sowei im Rahmen eines Fulbright Stipendiums in den USA geforscht. Sein großes Ansehen, auch und vor allem im Ausland beruht auf seinen internationalen Arbeiten und seiner eindrucksvollen Rednergabe. Zoll spricht neben seiner polnischen Muttersprache fließend Deutsch, Englisch, Russisch; außerdem gut Französisch und Ukrainisch.
Er ist Mitglied der Study Group on a European Civil Code im Advisory Board der Gruppe Mobiliarsicherheiten, der Research Group on the Existing EC Private Law (Acquis Group), deren Redaktionskomitee er angehört.
Die Internationale Juristenvereinigung Osnabrück lädt am Montag, dem 23. August 2010 um 18.00 Uhr herzlich zum Vortrag in den Multimediaraum 44/E04 des European Legal Studies Institute (Süsterstraße 28, Osnabrück) ein. Marta dos Santos Silva, Universidade Portucalense Infante D. Henrique, Porto (Portugal), referiert zum Thema:
"Schadensersatz für reine Vermögensschäden in Portugal"
In den letzten Jahrzehnten wurden Akademiker, Rechtsanwälte und Richter in Portugal mit dem in vielen Rechtsordnungen noch unbekannten Konzept der "reinen Vermögensschäden" konfrontiert. Dies umfasst eine Vielfalt von Sachverhalten, die von Stromausfällen und Ölverschmutzung bis hin zu nachlässigen Rechtsanwälten oder entgangenen Gewinnen der Ehepartner eines Unfallopfers reichen können.
Die Frage, ob reine Vermögensschäden erstattet werden sollen, gewinnt durch die Europäisierung des Privatrechts zunehmend an Bedeutung.
Der Vortrag stellt die Perspektive der portugiesischen Rechtordnung im Umgang mit diesen Fragen dar und wird in englischer Sprache gehalten. Im Anschluß an den Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen - dem Vortrag geht um 17.45 Uhr ein Stehempfang voraus.
Im Namen von Universitätspräsident Professor Rollinger hat Professor von Bar am Dienstag, dem 22. Juni 2010 einen Kooperationsvertrag der Universität Osnabrück und der Schlesischen Universität zu Katowice unterzeichnet. Die Bilder zeigen Professor von Bar und Professor Wieslaw Banys, Rektor der Katowicer Universität, bei der Unterschrift. Zugegen waren auch Professor Barbara Kozusznik von der Universität zu Katowice und zwei polnische Mitarbeiter des ELSI, Dr. Arkadiusz Wudarski und Mateusz Badowski.



Professor Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar hat am 14. Mai die Ehrendoktorwürde der Universität Helsinki verliehen bekommen. Damit kommt eine weitere wichtige Auszeichnung zu den bereits erhaltenen Preisen und Ehrendoktorwürden (Universität Leuven, Universität Uppsala, Universität Tartu) hinzu. Die renommierte finnische Universität würdigte mit der Auszeichnungen die Leistungen auf dem Gebiet der Rechtsvergleichung und Rechtsangleichung und bescheinigte dem Osnabrücker Rechtswissenschaftler, ein Werk geschaffen zu haben, das noch viele Generationen von Juristen in der Zukunft beschäftigen werde. Einmal mehr wurde die eurpäische Reputation der Arbeit von Bars deutlich. Der Geehrte selbst zeigte sich dankbar und ermutigt, die große Chance für eine weitere Rechtsangleichung in Europa wahrzunhemen.
Die am ELSI tätigen Professoren Christian von Bar und Hans Schulte-Nölke wurden von der Europäischen Kommission berufen, Sie bei der Schaffung eines einheitlichen und optionalen europäischen Vertragsrechts, das neben die Rechtsordnungen der Mitgliedstaaten treten soll, zu beraten. In Zukunft befasst sich ein 18-köpfiges Expertengremium, dem Professor Hans-Schulte Nölke als einziger deutscher Vertreter angehört, mit der Ausarbeitung dieses Projektes. Als Sonderberater der Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Viviane Reding, wird Professor Christian von Bar die Arbeitsergebnisse der Expertengruppe bewerten und die Kommission beraten. Weitere Informationen zu der Berufung, den Hintergründen und den Mitgliedern des Expertengremiums finden Sie hier.

José Carlos de Medeiros Nóbrega wurde vom Mitglied des Europäischen Parlaments Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering mit dem Europa Förderpreis 2009 für seine Mitautorenschaft in der Serie "National Reports on the Transfer of Movables in Europe" sowie seine Arbeiten über die europäischen Ursprünge des brasilianischen Rechts für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der internationalen, vergleichenden Rechtswissenschaft ausgezeichnet. Der Preisträger arbeitet als wissenschaftlicher Referent für das portugiesische Recht am European Legal Studies Institute und ist Mitglied des aktuellen Forschungsteams von Professor von Bar zum Gemeineuropäischen Sachenrecht, an dem hochqualifizierte Rechtswissenschaftler aus ganz Europa teilnehmen. Das European Legal Studies Institute freut sich überaus, mit Herrn de Medeiros Nobréga einen exzellenten Rechtsvergleicher von internationalem Format in den eigenen Reihen zu haben und gratuliert herzlich zu der verliehenen Auszeichnung.
Am Freitag, den 24. April 2009 begeht das European Legal Studies Institute einen Festakt zur Eröffnung des Neubaus. Anlässlich dieses Festakts spricht der Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Herr Christian Wulff, das Grußwort. Professor Ewan McKendrick, Pro Vice Chancellor der Oxford Universität, hält dabei den Festvortrag zu "European Private Law at the Crossroads". Eröffnet wird der Festakt durch den Präsidenten der Universität Osnabrück, Professor Claus Rollinger und daran anschließend durch den geschäftsführenden Institutsdirektor Professor Christian von Bar.
Datum: 20.02.2009
Frau Marta Livia dos Santos Silva, wissenschaftliche Mitarbeiterin am European Legal Studies Institute, wird am 27. Februar 2009 mit dem Förderpreis: "Europapreis der Universität Osnabrück" für ihr soziales Engagement ausgezeichnet. Stifter dieses Preises ist Professor Hans-Gert Pöttering, der derzeitige Präsident des Europäischen Parlaments.
Datum: 19.02.2009
Hrsg. v. Reiner Schulze, Christian von Bar und Hans Schulte-Nölke
Der akademische Entwurf des Gemeinsamen Referenzrahmens (DCFR) steht derzeit im Mittelpunkt der wissenschaftlichen und politischen Diskussion.
In dem im Februar 2009 erscheinenden Band setzen sich namhafte Vertreter der deutschen Zivilrechtswissenschaft mit den Grundlagen, Zielen und Kerngebieten dieses Entwurfs auseinander. Sie waren im Juli 2008 zu "Tagen des Europäischen Rechts" zusammengekommen, um den Entwurf im Dialog vor dessen Kritikern und Autoren zu evaluieren.
Weitere Informationen zu diesem Band sind auf der Homepage des Mohr Siebeck Verlags erhältlich:
http://www.mohr.de/rechtswissenschaft/neue-buecher/buch/der-akademische-entwurf-fuer-einen-gemeinsamen-referenzrahmen.html
Datum: 22.12.2008
Die Rede von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar beim "Osnabrücker Wissensforum" zum Thema "Zukunft Europa. Gibt es bald ein Recht für alle Europäer?" ist auf der Homepage der Neuen Osnabrücker Zeitung als Videodatei erhältlich:
http://www.neue-oz.de/_wissensforum/pages/26.html
Beim Osnabrücker Wissensforum handelt es sich um eine Veranstaltung, die in diesem Jahr erstmalig von der Neuen Osnabrücker Zeitung in Kooperation mit der Universität Osnabrück durchgeführt wurde. Die Veranstaltung will den Dialog zwischen Stadt und Universität stärken, der Bedeutung von Wissenschaft für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft gerecht werden und den Blick auf den Wissenschaftsstandort Osnabrück lenken. Nicht zuletzt soll die Vielfalt und Faszination des wissenschaftlichen Arbeitens einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden.
Datum: 17.11.2008





